Mitteilung der BSG Chemie Leipzig zum Urteil des NOFV bezüglich der Ereignisse beim „Derby“ vom 22. November 2017

Die BSG Chemie Leipzig hat gegen das Urteil des NOFV bezüglich der Ereignisse beim „Derby“ Lokomotive Leipzig gegen BSG Chemie Leipzig am 22. November 2017 nach juristischer Prüfung fristgerecht Berufung eingelegt und begründet.

Aus mehreren kürzlich erfolgten Presseveröffentlichungen bezüglich des NOFV-Urteils zum „Derby“ ergeben sich für die BSG Chemie einige neue Informationen und Diskussionspunkte, die auch außerhalb des formalen Rahmens einer Berufung Beachtung finden sollten.

Das betrifft insbesondere:
• die Verhältnismäßigkeit und Höhe der Strafen des NOFV-Gerichts, vor allem in Hinsicht auf die realen Ereignisse und eine mögliche existenzielle Gefährdung des Vereins durch die Strafhöhe.
• die vom NOFV in der Presse angeführte „schwerere Gewichtung“ der bestraften Ereignisse seitens der BSG gegenüber dem Gastgeber und die damit verbundene Nichtbeachtung der eigenen Berichterstatter sowie von Polizei- und Medienberichten.
• die augenscheinlich wiederholte Ignoranz rassistischer und antisemitischer Schmähungen, diesmal gegenüber der BSG Chemie.
• die Arbeitsweise des NOFV-Gerichts auch in formalen Dingen, insbesondere die vom NOFV selbst in der Presse beschriebene „Copy & Paste“-Praxis.

Unter Berücksichtigung der eingelegten Berufung sowie der vorliegenden Erkenntnisse geht die BSG Chemie davon aus, dass sich das Verbandsgericht der Auffassung des Vereins weitgehend anschließt und somit eine deutliche Reduzierung des Strafmaßes erfolgen wird.

Leipzig, 06.02.2018
BSG Chemie Leipzig
Vorstand

Download vollständiges Urteil (PDF-Download, ca. 100kb)

Diese Bilder sind zur kostenfreien Veröffentlichung im Zusammenhang mit einer Spielberichterstattung sowie bei Credit-Nennung bis 31.07.2018 freigegeben.
Credit: BSG Chemie Leipzig / Christian Donner